Hufkurs 9.04.2011

K U R S F O T O S 

 


S E H E N   L E R N E N   . . . 

Am Samstag, 09. April 2011 trafen sich im Ausbildungsbetrieb von Tanja und Willi Gamerdinger in Bronnacker elf wissbegierige Pferdebesitzer mit Hufschmied Michael Reichert zum FRAP-Hufkurs.

Zum Kursbeginn erläuterte er den Teilnehmern anhand von Präparaten und Bildern sehr anschaulich die Zusammenhänge bei anatomischen Gegebenheiten der Pferdebeine und brachte diese in Zusammenhang zum restlichen Pferdekörper.

Anschließend prüfte er anhand eines von Tanja Gamerdinger zur Verfügung gestellten Pferdes den Blickwinkel der Pferdebesitzer ab. Die Aufgabenstellung: "Bitte beurteilt das Pferd als ob ihr es kaufen wolltet.".

Interessant waren hier die unterschiedlichen Ansatzpunkte der Teilnehmer. Auf anschauliche Art wurde den Teilnehmern vermittelt, wie Auffälligkeiten in der Beinstellung bzw. im Gesamtzustandes zu finden bzw. zu bewerten sind.

Auch in der Bewegung musste dieses Pferd beurteilt werden. Für viele Teilnehmer war dies schon sehr anspruchsvoll, dadurch aber umso lehrreicher.

Der Blickwinkel der einzelnen Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer veränderte sich zusehends während des Kurses. Beispiele aus der Praxis sowie Bilder des gesamten Zusammenspiels des Bewegungsapparates fördeten nach und nach das Verständnis für Reaktionen des Pferdehufes auf Veränderungen.

Nach reichhaltigem Essen und Kaffee und Kuchen wurde am Nachmittag wieder ein Pferd von Tanja Gamerdinger vorgestellt. Dabei stellte dieses stellte noch höhere Ansprüche an das Beurteilungsvermögen der Kursteilnehmer. Anhand eines Lotes konnten die interessierten Besitzer feststellen, wie ein nahezu „perfekt“ gebautes Pferd aussehen sollte.

Anhand weniger Handgriffe demonstrierte Michael Reichert dann, wie mit minimalen Korrekturen am Huf ein für das Pferd optimales Ergebnis geschaffen werden kann. Auch hier wurde die Bewegung des Pferdes beurteilt.

Ein weiteres Pferd wurde nun in der Bewegung vorgestellt - zur Erheiterung der Teilnehmer denn Tanja Gamerdinger durfte dieses Mal wieder ganz schön rennen.

Michael Reichert appellierte eindringlich an alle Teilnehmer, ihre Pferde jeden Tag überall anzufassen und genau kennenzulernen, damit auch kleine Veränderungen sofort auffallen und somit die Perdebesitzer die Arbeit des Schmiedes unterstützen, der ja lediglich ca. alle 6 Wochen nur eine Momentaufnahme machen kann.

Er stellte weiter klar heraus, wie wichtig zum Wohle des Pferdes eine möglichst enge Zusammenarbeit von Pferdebesitzer, Hufschmied, Tierarzt und Pensionsbetreiber ist.

Abschließend hatte er ein offenes Ohr für die zahlreichen Fragen der Kursteilnehmer zu Hufpflege, Hufpflegeartikeln und speziellen Problemen einzelner Pferde.

Der Hufkurs mit Michael Reichert, der Dank der Initiative des FRAP e.V. organisiert werden konnte, war nach Meinung der Teilnehmer gelungen, informativ und sehr lehrreich und alle Teilnehmer waren sich einig, daß dieses Thema weiter vertieft und wiederholt werden sollte.

An dieser Stelle danken wir Michael Reichert für die sehr informative und anschauliche Aufarbeitung des Themas und für die Mühe, die er sich zum Wohl der Pferde gemacht hat.


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