D I E   K U R S T E I L N E H M E R   D E S   J U G E N D K U R S E S 


K O M M E N T A R   L A U R A   V E T T E R 

Acht Reiter und Reiterinnen aller Altersklassen trafen sich am
12./13. Juni zum Reitlehrgang in Ostelsheim. Frisch und munter ging es am Samstagmorgen um 7 Uhr mit der ersten Reitstunde los. Jede Reitstunde dauerte 30 Minuten. Nach und nach fanden sich die Teilnehmer pünktlich zur jeweiligen Reitstunde auf dem Hofgelände ein. Die Pferde wurden gerichtet und wo Hilfe benötigt wurde war sofort jemand zur Stelle. Bei Reitstunden wurde meistens zugeschaut wodurch man viel Neues erfahren und lernen konnte. Sobald es etwas zu tun gab, wie zum Beispiel: Pferde auf die Koppeln bringen, oder die Reitbahn abzusammeln, musste man nicht lange nach freiwilligen Helfern suchen. Dadurch das der Reitunterricht abwechseln von Tanja Gamerdinger und Thomas Wiegand gegeben wurde, konnte jeder Teilnehmer in den Genuss der verschiedenen Unterrichtsstile kommen. Wobei der Unterricht sehr individuell gestaltet und gezielt auf die Probleme des Reiters eingegangen wurde. Im Unterricht verwendete man gezielt Hilfsmittel wie Pylonen oder Stangen, die dem Reiter bei vielen Übungen eine visuelle Stütze boten. Man musste sich nicht nur körperlich betätigen, denn zumeist wurde der Kopf beansprucht. Jede Einzelheit wurde genau erklärt, wobei es nicht selten vorkam das die Reiter nach der Reiteinheit mit rotem Kopf die Bahn verliesen. Auch außerhalb der Reitstunden wurde viel gefragt, erklärt, besprochen, erzählt und natürlich auch gescherzt und viel gelacht. Die Stimmung war immer sehr positiv und heiter woran das tolle Wetter keinen geringen Beitrag leistete. Mittags wurde gegrillt und Pizza gegessen. Bei den letzten Reitstunden stand für die meisten Teilnehmer Springgymnastik an, was nicht nur den Pferden und Reitern viel Spaß machte, sondern auch bei den Zuschauern helle Begeisterung entfachte. Als Resultat des Lehrgangs lässt sich sagen, dass jeder viel Neues
gelernt hat, seine reiterlichen Fähigkeiten verbessern und neue
Kontakte knüpfen konnte.

Laura Vetter


K O M M E N T A R     D R .   A L B R E C H T   B U R M E I S T E R 

Bericht zum Reitkurs des Vereins der Fahrer und Reiter Arabischer Pferde vom 13. und 14. Juni, 2009
Mitte Juni, am 13. und 14.6.2009 fand auf der Reitanlage von Tanja Gamerdinger in Ostelsheim der erste vom Verein „Fahrer und Reiter Arabischer Pferde“ (FRAP) organisierte Reitkurs statt. Die theoretischen Grundlagen hierzu wurden im Rahmen des Kurses „Funktionale Anatomie“ vom 9. und 10. Mai 2009 gelegt. Angesprochen waren jugendliche und junggebliebene Reiterinnen und Reiter. Der Kurs wurde geleitet von Tanja Gamerdinger und von Thomas Wiegand.
Wer einen typischen Reitkurs mit allseits bekannten Anweisungen an die Reitschüler, wie beispielsweise „Absatz tief, Hände ruhig“ erwartet hatte, wurde durch Fragen, wie zum Beispiel: „ Wie verständige ich mich mit meinem Pferd“ angenehm überrascht. Diese pferdebezogene Sichtweise war nicht nur erklärtes Programm der Trainer, sie wurde auch begreifbar für die Kurs-Teilnehmer umgesetzt. Getragen von der Überzeugung, dass die Reiterinnen und Reiter sich auf ihre klugen Pferde-Partner verlassen können, die vom Grundsatz her bemüht sind, alles richtig zu machen, stand die Kommunikation zwischen Reiter und Pferd im Mittelpunkt des Unterrichts. So gesehen sind Hilfen nur eine Form der Kommunikation, die nach Sichtweise der Ausbilder nicht mechanisch sondern einfühlsam, individuell und getragen vom Respekt vor den Pferden gegeben werden sollen.

Bei strahlend schönem Wetter begann die erste Trainingseinheit am Samstagfrüh 7.30 Uhr. Die insgesamt 8 Teilnehmer erlebten intensivste Betreuung in jeweils zwei Einzel-Unterrichts-Einheiten am Samstag, wie auch am Sonntag bei beiden Ausbildern. Sehr positiv aufgenommen wurde die direkte Ansprache der Reiterinnen und Reiter z.B. durch Fragen, wie „was möchtest Du mit Deinem Pferde erreichen?“ und „wie sagst Du es ihm?“ Bei derart individueller Anleitung stellte sich vielfach auch prompt der Erfolg ein, wurde der Reitkurs zu einem richtigen Aha-Erlebnis mit spürbaren Fortschritten. Mit Begeisterung wurden auch die Springübungen am Sonntagnachmittag, besonders bei den jungen Reiterinnen, aufgenommen. Nicht nur diese abwechslungsreiche und intensive Form des Unterrichts, sondern auch die freundlich-familiäre und fröhliche Atmosphäre in den Pausen, unterstützt durch leckeres Essen und Trinken sowie eine gelungene Organisation sorgten dafür, dass die Kursteilnehmen zwei sehr positive Tage mit ihren Pferden erleben konnten.

Zu wünschen bleibt den Ausbildern, dass sich ihre Sichtweise, wie sie auch von berühmten Reitlehrern geäußert wurde: „Ich spreche den Gebissen, den Sporen und den Riemen jeden Nutzen ab, es gibt nichts außer den eigenen Mitteln des Reiters“ weiter durchsetzt und noch viele Reiterinnen und Reiter in den Genuss des auf Respekt und Gelassenheit gegründeten Miteinanders von Reiter und Pferd kommen. Wer die angespannt-glücklichen Gesichter der Kurs-Teilnehmer gesehen hat, teilt die Überzeugung, dass der FRAP mit dieser Art von Reitkursen einen guten und richtigen Weg eingeschlagen hat.


Dr. Albrecht Burmeister


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